
Inventum entwickelt seit 1908 Wärmepumpen, Heizkessel und Warmwassersysteme und brachte bereits 1989 als erstes Unternehmen eine Lüftungswärmepumpe ohne Außengerät auf den niederländischen Markt. Heute entwickeln und fertigen rund 100 Mitarbeiter in zwei Werken in Houten Wärmepumpen. Mit der zunehmenden Komplexität der Produktpalette wächst auch der Druck auf die kleine Gruppe von Mitarbeitern, die die Antworten parat hat.
Wissen, das die Menschen, die es besitzen, überflügelt
An technischem Wissen mangelt es bei Inventum nicht: Handbücher, Installationsanleitungen, Serviceunterlagen, jahrelange praktische Erfahrung. Das Problem war nie, dass das Wissen nicht vorhanden war. Das Problem war vielmehr, dass es nie garantiert war, dass man genau in dem Moment, in dem man es brauchte, auch wusste, wo man es finden konnte.
Partnern und Installateuren stehen auf der Website von Inventum bereits zahlreiche Informationen zur Verfügung. Es kommt jedoch regelmäßig vor, dass entweder die Antwort dort nicht zu finden ist oder die Nutzer nicht wissen, dass es sie gibt. Daher rufen sie stattdessen das Serviceteam an, was zu einer Warteschlange führt. Intern wiederholt sich dasselbe Muster: Wiederkehrende Fragen landen immer wieder bei denselben wenigen Kollegen, und jede E-Mail, die an jemanden gesendet wird, der sie nicht ganz beantworten kann, verzögert die Bearbeitung, bis der Kunde das erhält, was er benötigt.
Inventum machte sich auf die Suche nach einer Möglichkeit, das eigene Wissen sofort auffindbar zu machen – zunächst für das eigene Team, dann für das gesamte Partnernetzwerk.
Die Entscheidung für einen engagierten Partner statt für allgemeine KI
Inventum setzt bereits generische KI-Tools für verschiedene Aufgaben ein. Doch bei einem Thema, das so eng mit Produktsicherheit und Kundenvertrauen verbunden ist, reichte eine generische Lösung nicht aus.
Vertrauen aufbauen, bevor man expandiert
In der ersten Phase von Inventum ging es nicht darum, ein Tool für alle einzuführen. Vielmehr ging es darum, intern nachzuweisen, dass man den Antworten vertrauen konnte. Das bedeutete, das System anhand echter Fragen aus echter Dokumentation zu testen und zu beobachten, wie es sich verhielt, wenn eine Frage mehrdeutig war.
Genau diese Kombination – eine zitierte Quelle und ein System, das nachfragt, anstatt zu raten – hat dazu geführt, dass sich das Projekt von einem „interessanten demo “ zu etwas entwickelt hat, das das Team nun bei echten Kunden einsetzt. Schon früh gelangte das Service- und Vertriebsteam an einen Punkt, an dem es direkt am Tisch in Anwesenheit des Kunden eine fundierte Antwort geben konnte, anstatt zu versprechen, später darauf zurückzukommen.
Erste Anzeichen
Die Einführung beginnt zunächst mit dem eigenen Service- und Vertriebsteam von Inventum, bevor sie auf andere Bereiche ausgeweitet wird. Es ist noch früh, aber die ersten Anwendungsfälle deuten bereits genau auf die Art von Wirkung hin, die Inventum anstrebt:
Das ist das Modell, auf das Inventum in großem Maßstab hinarbeitet: weniger Zeitaufwand für die Suche, mehr Zeit für die Fälle, die tatsächlich den Einsatz eines Menschen erfordern.
Für Inventum ging es bei „ Chapter “ nie nur um Geschwindigkeit. Es geht darum, was diese Geschwindigkeit erst ermöglicht.
